Unternehmensfinanzierung durch Factoring?
Factoring, was ist das?
Unter Factoring versteht man den Verkauf eigener Forderungen an einen Dienstleister, den Factor.
Der Factor übernimmt, je nach Art des vereinbarten
Factoring, gegen eine Gebühr das gesamte oder aber bestimmte Teile des Forderungsmanagements. Schon bei den Babyloniern, die ein fast schon modernes Finanzwesen kannten, war es üblich, Forderungen zu verkaufen. Das moderne Factoring entwickelte sich in den Vereinigten Staaten. Verschiedene Arten entstanden mit der Zeit.
Beim offenen Factoring erfährt der Debitor, dass die Forderung weitergegeben wurde. Er zahlt nur noch direkt an den Factor. Im Gegensatz dazu bleibt der Factor beim stillen Factoring nach außen unsichtbar. Art und Umfang des Factoring kann der Kunde mit dem Factor frei vereinbaren. So können bestimmte Forderungen ausgeschlossen werden, oder sogar nur einzelne Forderungen abgetreten werden.
Welchen Vorteil bringt das Factoring?
Der Kunde des Factors bekommt sofort sein Geld, und ist damit liquide. Im Idealfall ist das Factoring für den Kunden kostenneutral, denn durch seine Liquidität spart er eventuelle Zinsen, oder nutzt seinerseits Skonti bei seinen eigenen Lieferanten. Ein wesentlicher Vorteil des Factoring ist die Übernahme des Risikos eines Zahlungsausfalls durch den Factor. Übernimmt der Factor auch die komplette Debitorenbuchhaltung und das Mahnwesen, senkt der Kunde in seinem Unternehmen die Kosten weiter.
Gibt es Nachteile?
In Deutschland existieren häufig noch Vorbehalte gegen das Factoring, etwa dass es nur von Unternehmen genutzt wird, denen es finanziell nicht gut geht. Diese Ansicht ist jedoch nicht haltbar. Factoring ist ein modernes, günstiges Finanzierungsinstrument, das schnell und flexibel Liquidität unabhängig von Banken schafft, und wird gerade von wirtschaftlich gut aufgestellten Unternehmen genutzt.