Tagesgeld


In der Bankenwerbung der letzten Jahre taucht ein Begriff immer häufiger auf: Tagesgeld. Was aber meinen die Institute damit eigentlich?

Beim Tagesgeld handelt es sich um eine Kapitalanlage, die dem Anleger die Möglichkeit bietet für einen unbefristeten Zeitraum regelmäßig oder einmalig Geld anzulegen. Im Vergleich zum Festgeld bleibt Tagesgeld dabei flexibel und täglich verfügbar.

Letztlich ist das Tagesgeldkonto dem Girokonto nicht unähnlich. Die Unterschiede bestehen in der Guthabenverzinsung – die je nach Bankinstitut und aktuellem Leitzins zwischen 2,5% und 6% pro Produkt schwankt – und darin, dass ein solches Konto nicht für den normalen Zahlungsverkehr genutzt werden kann. Ausschließlich die Auszahlung auf ein vorher definiertes Referenzkonto – zum Beispiel das eigene Girokonto – bleibt als Möglichkeit.

Durch die unterschiedlichen Zinssätze wirken gerade die hohen Verzinsungen von Tagesgeld verlockend, doch sollte man als Sparer grundsätzlich die Angebote miteinander vergleichen, denn vielfach sind die Zinsen an Bedingungen geknüpft. Hierbei kann es sein, dass ein Zinssatz nur bis zu einer bestimmten Anlagesumme oder innerhalb eines bestimmten Zeitraumes gilt. Diese variablen Produkte gleichen sich in der Regel den vorherrschenden Marktbedingungen an, derweil es auch konstante Tagesgeldkonten gibt, die bedingungslos einen festen Zinssatz bieten.

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Und welche Vor- und Nachteile entstehen dem Sparer beim Tagesgeld?



Klare Vorteile, besonders im Hinblick auf Girokonten und Sparbücher sind die höheren Zinsen gegenüber diesen Produkten. Gleichzeitig bietet das Produkt eine hohe Flexibilität, da man täglich über das Guthaben verfügen kann. Hinzu kommt, dass Tagesgeld als sehr sichere Kapitalanlage gilt und zudem keinerlei Kündigungsfristen birgt.

Die Vorteile erweisen sich zugleich als Nachteile. Da das Konto nicht für den täglichen Zahlungsverkehr genutzt werden kann, muss im Überweisungsverfahren immer das Referenzkonto zwischen geschaltet sein, welches eine Transferverzögerung zwischen ein und drei Tagen bedeutet. Auch die Verzinsung birgt Herausforderungen. Zum einen ist sie über einen längeren Zeitraum hinweg schlecht kalkulierbar – so ein variables Produkt gewählt wurde – und zum anderen bietet sie bei längerfristigen Anlagen schlechtere Rendite als dies bei Festanlagen der Fall ist.

Doch trotz der offensichtlichen Nachteile ist das Fazit, dass Sparer, die kurzfristig Geld anlegen möchten und dabei ihre Flexibilität wahren wollen, mit dem Tagesgeldkonto gut beraten sind.

Weiter Informationen zum Thema Tagesgeld und wie es sich genau zum Festgeld unterscheidet finden Sie hier in Kürze.
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