Private Krankenversicherung


In Deutschland können Angestellte eine private Krankenversicherung abschließen, wenn ihr monatliches Bruttoeinkommen 4.012,50 Euro überschreitet oder wenn jährlich mehr als 48.150,00 Euro verdient werden. Unabhängig vom Einkommen können Freiberufler, Beamte, Künstler und Selbstständige den privaten Versicherungsschutz wählen.
Im Krankheitsfall bringt eine private Krankenversicherung einen klaren Vorteil gegenüber der gesetzlichen Krankenversicherung mit sich: Der Versicherte kann bei Ärzten und in Krankenhäusern die Versorgung als Privatpatient genießen. Seine Behandlung wird individuell abgestimmt und ohne Einschränkungen durch die Vorgaben der gesetzlichen Krankenkassen durchgeführt. Auch entfallen Praxisgebühren und Zuzahlungen zu Medikamenten und Heilmitteln.

Besonders Personen mit hohem Einkommen können häufig durch eine private Krankenversicherung Kosten einsparen, da der zu zahlende Monatsbeitrag unabhängig von der Höhe des Verdienstes ist. Er wird nach Kriterien wie dem Alter der zu versichernden Person, dem Geschlecht, dem Gesundheitszustand und dem gewünschten Leistungsumfang versicherungsmathematisch errechnet. Hier liegt ein weiterer Vorteil der privaten Krankenversicherung: Der Leistungsumfang wird nicht durch die Krankenkassen festgelegt, sondern die Versicherten können ihn nach ihren Anforderungen zusammenstellen.

Die Auswahl eines Anbieters sollte nicht nur nach dem günstigsten monatlichen Beitrag stattfinden, sondern es muss sorgfältig überlegt werden, welche Leistungen benötigt und mit welchem Tarif die eigenen Wünsche optimal abgedeckt werden. Um das individuell beste Angebot zu finden, ist eine gründliche Prüfung der Angebote notwendig. Sinnvoll ist auch eine unabhängige Beratung. Interessant kann auch ein Blick auf die bisherige Beitragsentwicklung des jeweiligen Anbieters sein, da die Beiträge einer privaten Krankenversicherung über die Jahre an Faktoren wie zum Beispiel die allgemeine Kostensteigerung im Gesundheitswesen angepasst werden. Ein weiterer Aspekt, der die Beiträge maßgeblich beeinflusst, ist die Gesundheitsprüfung, bei der das individuelle Risiko der zu versichernden Person bewertet wird.
Bei vielen Anbietern können prozentuale Selbstbeteiligungen an Leistungen, wie zum Beispiel Zahnersatz oder Sehhilfen, den Beitrag der privaten Krankenversicherung deutlich senken. Oftmals sind auch Rückerstattungen von Monatsbeiträgen üblich, sollten keine Leistungen außer Vorsorgemaßnahmen bezogen worden seien.

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